Schlagwort-Archive: Resteverwertung

Bademantel-Impronäherei

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Wow, zwei Wochen Blogpause – wo geht die Zeit hin?

Stimmt, ich erinnere mich: An viel (eigentlich ziemlich angenehme) Arbeit, an viel Musikmachen, an eine Erkältung :-P und an einen Besuch bei frischgebackenen Zwillingen.

Jaaaaa, sie sind endlich da, meine Nichte und mein Neffe… aber bis sie in meine genähten Größe 56-Geschenke passen, dauert es noch ein kleines Weilchen. Ich hoffe aber, ich kann Euch dann mal schöne Bilder zeigen… zur Geburt gab es nämlich nicht nur tatsächlich Genähtes, sondern ich habe ein „Nähabo“ verschenkt: Ich möchte jeden Monat etwas neues für die beiden nähen. Damit die zwei süßen Mäuse auch in der Ferne immer ein Stückchen Tante haben :-) Jedenfalls sind die beiden – und ihre Eltern – wohlauf und wir freuen uns über die neuen Erdenbürger!!!

Wie gerufen als kleine Alltagsflucht kam kürzlich der Vorschlag einer Freundin, einen Tag in die Therme zu fahren. Am Vortag fiel mir dann ein: Mist, du hast gar keinen schönen Bademantel. Nur so ein langweiliges, weißes Teil. Geht ja gar nicht…

Also hab ich – auch im Sinne des dringend nötigen Stoffabbaus – einen ziemlich dünnen, fuddeligen, weißen Frottee aus einem Überraschungspaket von Aktivstoffe und den Rest des grauen Nickis aus der Drachenproduktion genommen und mir einen Schnitt überlegt.

Der Schnitt ist reine Impro – und irgendwie schaut er auch so aus: Basis war ein Kapuzenshirtschnitt, ich habe ihn ab der Taille nach unten verbreitert und verlängert und das Oberteil leicht überlappend zugeschnitten. In die Seitennaht habe ich eine offenkantige Nickischlaufe eingenäht… die ich jetzt im Nachhinein gar nicht mehr brauche: Ich habe nämlich nachträglich noch rote Kam-Snaps zum Schließen des Mantels angebracht, weil es mir mit Gürtel nicht gefallen hat…

Okay, ist vielleicht nicht der Weißheit letzter Schluss (und für meinen Geschmack auch ein wenig kurz geraten, aber der Nicki gab nicht mehr her, leider), aber zum Überwerfen reichts.

Badecombo1

badecombo2

Jetzt werde ich mal ein paar Kleinmannshirts zuschneiden gehen. Der Frühling kommt mit großen Schritten und die nächste Größe ist jetzt einfach dran. Manchmal möchte man die Zeit gerne anhalten *seufz*

Liebe Grüße von

Sabine

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Streifen drunter und drüber

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Das Nackenkissen aus meiner Nähanfangszeit hat seinen Geist aufgegeben. Nicht ganz freiwillig. Es fiel meinem Kleinmann und einer Freundin zum Opfer. Wie genau es passiert ist, ließ sich nicht rekonstruieren. Genau in der Mitte jedenfalls klaffte ein großer Riss.

Als ich es sah, musste ich lachen. Frei nach dem Motto: Das Universum schickt einem schon, was man braucht, entband mich der Schaden davon, das Teil endlich mal wieder einer Handwäsche zu unterziehen :-D

Also ab in die Tonne damit und was neues genäht. Ich hatte noch einen Rest der sehr groben, schweren, schwarz-weiß-gestreiften Möbelbaumwolle vom Schwedenhaus und pinke Paspel.

Leider stellte sich die Stoffwahl zusammen mit der Paspel beim Schließen der Wendeöffnung als kleine Pest heraus. Filigrane Matratzenstiche sind da nämlich gar nicht möglich, auch der Staffierstich machte das Loch nicht richtig dicht. Also blieb nur, die Öffnung mit der Nähmaschine zu schließen, was leider nicht das schönste Ergebnis ist. Aber vielleicht fällt mir ja noch was besseres ein. Als Laptopunterlage (dafür muss das Kissen nämlich in der Regel herhalten), tut es das Kissen auf alle Fälle.

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So, jetzt wuppe ich mich nachher in mein Faschingsbinenkostüm. Aber erst hole ich noch meinen Captain Hook aus der Kita. Schaut er nicht schmuck aus? Er war so stolz heute früh – und ich gleich mit :-)

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Helau, Narri-Narro und überhaupt,

Eure SaBiene

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Herbstkind sewalong #3 – Einblick ins Chaos ;-)

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Das Herbstkind sewalong Projekt bereitet mir im Moment noch ein wenig Kopfschmerzen. Nicht das ganze Projekt an sich, aber die Suche nach einem geeigneten Innenstoff gestaltet sich irgendwie schwierig. Immerhin: Ich habe den Mantel schon in seine Einzelteile zerlegt:

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Ursprünglich dachte ich, ich nehme das Waldthema im Innenstoff auf – hätte eigentlich soooo schön zum rustikalen Woll-Kaschmir-Stoff mit den Hirschhornknöpfen und auch zum ausgesuchten Ottobre-Schnitt gepasst. Aber je mehr ich nach passenden Stoffen gesucht habe, desto mehr hab ich mich vom Thema verabschiedet. Alle Wald-Jerseys oder -Sweats, die ich gefunden habe, waren mir einfach zu „niedlich“ für meinen bald vierjährigen Kleinmann. Mit so babyhaften Comichirschen oder -füchsen brauch ich da nicht mehr kommen :-)

Also dachte ich mir, ich greife das hier grad sehr angesagte Thema Sterne auf und hab mir die Maxi Stars in grau-türkis bestellt. Als der Stoff ankam, war ich aber irgendwie enttäuscht: Auf den Bildern sah der viel knalliger aus. Es ist zwar ein super schöner Stoff, aber so „milchig“, wo ich doch gerne was Kräftiges für Innen gewollte habe. Ich hatte mir das so schön ausgemalt, mit passender Appli hinten und ein paar Webband-Details. Jetzt bin ich mir wieder unschlüssig. Vielleicht doch einfach dem Futter nicht so viel Bedeutung beimessen? Ich hätte hier noch knallgrünen Sweat, der auch noch etwas dicker wäre… was meint ihr???

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Ich werde da jetzt mal noch ein paar Tage drüber brüten. Vor nächster Woche komme ich eh nicht zum Nähen, da ich ein paar Tage zum Wellness fahre und dann nächste Woche erstmal der erste Kindergartentag ansteht. ;-)

So, dann geh ich mal gucken, wie weit ihr so seid.

Einen lieben Gruß von der

Bine

Bunte Resterampe

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Bunte Baumwollreste belagern meinen Nähschrank. Und weil es hier schon langsam Frühling wird, wird es Zeit, mit dem Frühjahrsputz zu beginnen, um Platz für Neues zu schaffen ;-). Drum verdinge ich mich gerade mit Resteverwertung:

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Aus kleineren Streifen sind einige Einkaufwagenchiptäschchen entstanden nach dieser wunderbaren Anleitung von Kinderleicht und Schön. Mein Mann benutzt die kleinen Täschchen übrigens, um seine Plektren (Einzahl Plektrum, so ein dreieckiges Plastikteil, mit dem man Gitarre spielt, für die Nichtmusiker hier ;-) ) immer griffbereit am Schlüsselbund zu transportieren. Vielleicht auch eine Geschenkidee für andere Gitarrenspieler.

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Außerdem sind ein paar Kühlpadtäschchen nach eigenem Maß entstanden. Ich hab die Kühlpads von Müller (13×14 cm) genommen und eine einfache Hülle mit Hotelverschluss genäht. Außen Baumwolle, innen mit einem ganz leichten Vlies verstärkt.

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Ein bisschen aufgeräumter ist es jetzt in meinem Nähschrank – aber es ist immer noch nicht genügend Platz. Mal sehen, was ich noch aus den vielen, schönen, bunten Baumwollresten machen kann. Habt ihr Anregungen für mich?

Ich stöbere mal beim Creadienstag, vielleicht finde ich da ja noch ein paar Ideen.

Fröhliche Grüße von

der Bine