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Ein Shirt für die Bühne

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Wie ihr vielleicht wisst, nähe ich nicht nur, sondern mache auch Musik in einer Band. Wir machen bayerischen Folkpop mit Geschichten aus Hudlhub, unserer musikalischen Heimat ;-)

In den letzten Wochen war ich verstärkt auf der Suche nach einem neuen Look für die Bühne – ich trage nämlich am liebsten relativ schlichte, schwarze Shirts, das passt aber eigentlich so gar nicht zu unserer Musik und unserem Konzept… was Fröhliches muss her, was in freundlichen Farben. Blau sollte dabei sein. Es darf mich nicht blass machen. Aber verkleiden möchte ich mich auch nicht, ich will mich ja wohl fühlen und immer noch ich sein… und es sollte im Sitzen vorteilhaft aussehen (vor allem im Bauchbereich ;-) ). Eine Menge Anforderungen an ein Kleidungsstück – und tatsächlich bin ich in Geschäften und online nicht wirklich fündig geworden.

Dann näh ich halt was :-) Gesagt, getan. Als Inspiration habe ich mir die klassische Trachtenbluse genommen. Ich habe dann den wunderbaren Vichy-Karo-Jersey bei Alles-für-Selbermacher entdeckt. Das Blau ist sehr schön und passt zu meinem Teint. Als Kontraststoff habe ich pinken Jersey mit kleinen weißen Punkten gewählt.

Als Schnitt habe ich wieder das Blusenshirt von Lillesol&Pelle genommen – mit ein paar kleinen Änderungen. Die Säume an Ärmeln und unten habe ich mit Rollsaum versäubert, das gefiel mir gut zum Stoff. Die Ärmel habe ich als Halbarm zugeschnitten und mittig im Ärmel habe ich aus dem pinken Jersey einen Riegel eingenäht, mit dem ich mittels Druckknopf den Ärmel nach oben raffen kann. Ich finde, das gibt dem Oberteil noch eine kleine Raffinesse und passt auch zum Trachtenthema.

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Ich bin ziemlich happy damit: Das Top schaut fröhlich und bayerisch aus, ohne Tracht zu schreien. Es ist sehr bequem und ich werde es gleich heute Abend mal auf seine Bühnentauglichkeit testen ;-)

Ab damit zum MMM.

Musikalische Grüße von

Sabine

Fuddelige Viskose wird Gula

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Am Wochenende geht es nach Salzburg. Ein Freund von uns feiert dort seinen Geburtstag. Es ist das erste Mal, dass der Großmann und ich unseren Kleinmann über Nacht bei Oma lassen und uns verzwitschern. Nach viereinhalb Jahren. Zeit wird´s ;-)

Unser Ausflug ist doch eine schöne Gelegenheit, ein neues Kleidungsstück auszuführen. Es sollte ein bisschen schick, aber auch gemütlich sein. Geplant ist erst gemütliches Essen im Wirtshaus und danach… wer weiß. Also ist schick-gemütlich vermutlich die richtige Mischung.

Im bekannten Onlineauktionshaus habe ich kürzlich sehr schöne Viskosewebware zu einem ziemlich schnäppchenmäßigen Preis (zwei Meter für 9,90 Euro :-) ) ergattert, um ein luftiges Blusenshirt daraus zu nähen. Dann fiel mir gestern beim Aufräumen der Schnitt Gula von Erbsünde wieder in die Hände…

Die Viskose war ziemlich fuddelig zu verarbeiten, ist halt doch ein schlüpfriges Stöffchen. Ich hab den Schnitt rundherum mit der Ovi versäubert und dann mit der Ella zusammengenäht. Geht ja schnell bei der Gula, nur drei Nähte ;-)

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Den Ausschnitt habe ich auf die feine Art (nach Pattydoo) versäubert mit einem Restestreifen der pinkfarbenen Lovekeys. Ich mag den Kontrast. Passt auch gut zum 80er-Jahre-Vibe des Schnitts…

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Und, was meint ihr? Schick-gemütlich gelungen? Ich fühle mich jedenfalls sehr wohl im Shirt und für meine Verhältnisse ist es tatsächlich ziemlich schick ;-) Also darf die Viskosegula am Samstag ihren ersten großen Auftritt haben.

Mal sehen, was die anderen Mittwochsdamen so für sich genäht haben. Ich hab wieder richtig Lust aufs Nähen und brauche Inspiration ;-).

Liebe Grüße von

Sabine

Therapeutisches Nähen

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Gestern habe ich einen rabenschwarzen Tag erwischt. Ein bisschen Hochlage, ein bisschen Weltschmerz, ein bisschen überhaupt und sowieso – ihr kennt das ja sicher auch ;-)

Und was ist das beste, das man tun kann, wenn es einem nicht gut geht? Man tut etwas, was einem so richtig viel Freude macht. In meinem Fall: Therapeutisches Nähen!

Passend zum Thema ;-) hab ich auch einem Schnitt noch eine zweite Chance gegeben: Der Elaine von pattydoo. Für meine erste hatte ich einen zu wenig flexiblen Jersey genommen, was zu einer gewissen Beengtheit geführt hatte. Trotzdem trage ich das Shirt nach wie vor ganz gerne.

Meine Elaine gestern habe ich aus einem dunkelblau-weiß-gestreiften Viskosejersey zugeschnitten. Mit meinem neuen Ovischätzchen war das Teil auch ratzfatz zusammengenäht. Bei der Anprobe dann die Ernüchterung: An der Raffung fiel das Shirt überhaupt nicht schön. Also hab ich es in insgesamt drei Änderungsdurchgängen auf der gerafften Seite so lange enger genäht, bis es mir vom Fall einigermaßen gefiel. Aber: Elaine und ich werden vermutlich keine sehr engen Freunde mehr.

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Weil ich das Shirt so ein bisschen langweilig fand, gab es noch ein geplottertes Herzerl mit Anker aufs Herzerl. Glaube, Liebe, Hoffnung – kann man je genug davon haben? ;-)

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Hat gut getan, das therapeutische Nähen. Jetzt nähe ich noch ein paar Geburtstagsgeschenke: Für meinen Großmann und für ein neues Erdenmädchen, dass hoffentlich in diesen Stunden gesund und munter das Licht der Welt erblickt.

Allerliebste Grüße auch an die Mädels beim MeMadeMittwoch.

von der Bine

 

Jeans-Upcycling: Maxirock

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Ich habe Euch ja schon erzählt, dass ich eigentlich ein Hosentyp bin, genauer gesagt, ein Jeansmädchen. Ich besitze zwar einige Röcke – und meine Pusteblumenromy kommt bei den heißen Temperaturen auch öfter zum Einsatz – aber so richtig gut fühle ich mich nur in Hosen – oder in bodenlangen Röcken, von denen ich aber auch nur zwei besitze.

Als ich kürzlich bei Pinterest über diese Anregung gestolpert bin, hatte ich gleich eine Vision für eine Jeans, die im Sizilienurlaub RATSCH gemacht hatte und aus deren Beinen ich seither Patches zum Flicken weniger hoffnungsloser, zerrissener Jeans generiere. Alles oberhalb der Taschen war aber noch wunderbar intakt.

Für das Unterteil habe ich einen blau-rot-weiß karierten, kräftigen Baumwollstoff von Riley Blake aus der Serie Stars and Stripes genommen, den ich ursprünglich mal für eine Malina vorgesehen hatte. Aber ich fand ihn wunderbar für das Projekt und in Verbindung mit Jeans sehr passend.

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Ich fühle mich wohl im neuen Rock und bin sicher, er wird in diesem Sommer keine Schrankleiche werden ;-)

Mal sehen, was ihr beim MeMadeMittwoch in dieser Woche so genäht habt. Ich brauche Input für meine neue Ovi. Die ist nämlich endlich da – kam aber leider noch nicht so richtig zum Zug, weil ich mit meiner ISG-Blockade gerade nicht sitzen kann :-( Aber bald…

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Bis bald und liebe Grüße,

Eure Sabine

 

Pusteblumenromy – es werde Sommer!

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Heute möchte ich ein Teilchen zeigen, dass eigentlich schon eine ganze Weile in meinem Schrank schlummert: Einen Rock nach dem Schnittmuster Romy von Pattydoo.

Eigentlich bin ich ja nicht so der Rock-Typ, aber wenn es ganz heiß ist im Sommer (und wenn ich im Urlaub bin, wo mich keiner kennt :-D ) trage ich mitunter schonmal einen Rock. Den Schnitt habe ich mir ausgesucht, weil er meinem Lieblingssommerrock am nächsten kommt.

Ein Stöffchen für meinen ersten Versuch habe ich mir bereits im Winter zugelegt: Jinny Jou von Jolijou. Ich fand die kleinen Pusteblümchen total hübsch. Witzig eigentlich, sowas Liebliches würde ich vermutlich nicht kaufen, wenn es im Laden hängen würde :-D

Der Schnitt Romy war easy zu verarbeiten und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Dafür, dass es mein erster Rock, mein erster nahtverdeckter Reißverschluss und mein erstes, selbstgemachtes Schrägband war, schaut es wirklich gut aus, finde ich…

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Ab damit zu MMM und mal schauen, was ihr dort heute so zeigt.

Einen rockigen Gruß von

Sabine

Generalprobe, geblümt

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Ist es bei Euch auch so herrlich frühlinglich? Ich sitze gerade nach getaner Arbeit (kann man es wirklich so nennen?) neben meiner Nähmaschine am Esstisch, schlürfe eine Tasse Kaffee und lasse mir die Mittagssonne durchs Balkonfenster auf den Pelz brennen :-) Tut gut!

So langsam rüste ich hier auch nähtechnisch auf „Draußen“, „warm“ und „schön“ um. Drum ist mein neuestes Werk auch etwas, dass genau diese Kriterien erfüllt: Ein fluffiges Sommeroberteil nach dem Schnitt MAmina von Ki-ba-doo.

Eigentlich liegt hier schon ein ganz besonderes Stöffchen im Schrank, aus dem ich eine MAmina nähen möchte. Aber da ich erst die Passform ausprobieren wollte, habe ich mich erstmal an einem Stoff versucht, der mir nicht ganz so lieb und teuer ist ;-)

Ich habe die MAmina in 42 zugeschnitten, erstmal ohne Nahtzugabe, da ich mal wieder mit den Maßen zwischen zwei Größen bin. So langsam fällt mir auf, dass ich (und vor allem meine Schulter-Brust-Partie) offenbar nicht Standardmaß bin. Aber wer ist das schon?

Das Nähen vom Schnitt war easy und mit dem Ergebnis bin ich auch happy. Also darf das Spezialstöffchen in den kommenden Tagen auch eine MAmina werden – dann aber MIT Nahtzugabe und einer straighteren Kragenlösung ohne das Gebändel ;-)

Und auch die Probe-MAmina wird sicher mal das Tageslicht sehen:

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Mal schauen, was die anderen Mittwochsdamen so gezaubert haben :-).

Blumige Grüße vom Binchen