Schlagwort-Archive: Baumwolle

Lesungskarotte XXL

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Wie ihr vielleicht bemerkt habt, war zuletzt ziemlich tote Hose auf meinem Nähblog. Wie es halt manchmal so ist im Leben, hat alles seine Zeit. Und zuletzt war in meinem Leben einfach nicht sehr viel Zeit übrig für das Nähen.

Im letzten halben Jahr habe ich – zusammen mit einer wunderbaren Illustratorin – weiter an meinem Kinderbuch gearbeitet. Ich blogge übrigens hier über die Entstehung, vielleicht habt ihr ja Lust, ein bisschen reinzulesen und meinen Buchhelden, Konrad Kleinmögel, ein bisschen näher kennenzulernen… Ich würde mich freuen!

Parallel bereite ich gerade meine Kinderlesung vor, mit der ich ein wenig auf Tour gehe, wenn das Buch erschienen ist. Dafür brauche ich natürlich noch ein paar lustige Requisiten. Eine Sache bot sich natürlich sofort an – also habe ich meine Ella endlich mal wieder angeworfen und das hier geklöppelt:

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Naja, ich gebe zu, viel erkennt man nicht auf dem Bild, drum kommt sie hier nochmal in ihrer ganzen Schönheit: Die Regenbogenkarotte!

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Wie ihr seht, ist das Teil riiiiiiiiiiiiesig. Ohne das Kraut (das übrigens aus grünem Filz ist), misst sie fast einen Meter fünfzig! Die Füllung von vier großen Ikea-Kissen ist darin verschwunden. Ich habe fast zwei Stunden gestopft. Eine riesen Sauerei! Den Stoff – ein dicker, sehr robuster Dekostoff – habe ich bei Dawanda gefunden.

Mein Sohnemann liebt die Riesenkarotte und ich bete täglich, dass sie nicht kaputtgeliebt wird, bevor ich meine Lesungen überhaupt begonnen habe. ;-)

Herbstliche Grüße

von Sabine

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Wilder Spitz mit Wimpelkette

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Herrje, mit Staub vom Blog pusten ist es dieses Mal aber fast nicht getan…

Eine laaaaaange Winterpause habe ich mir da erlaubt. Tatsächlich war ich in den vergangenen Monaten ein wenig nähmüde… naja, eigentlich generell ein wenig müde. 2015 war doch in vielerlei Hinsicht ein sehr intensives Jahr. Irgendwann muss man sich ja auch mal ausruhen. Aber nach den winterlichen Seuchen und dem dringend nötigen Winterschlaf bin ich bereit für neue Schandtaten – nicht nur im nähtechnischen Sinn (aber davon erzähle ich ein anderes Mal).

Was mit ganz akut zurück an meine Ella getrieben hat, war das:

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Mein heißgeliebter Wildspitz aus meinen Anfangsnähtagen segnete so langsam das Zeitliche. Irgendwie hing ich an meinem ersten, selbstgenähten Geldbeutel. Aber hilft nix, Ersatz muss her – natürlich auch wieder ein Wildspitz von Farbenmix. Der Schnitt ist ein wirklich tolles Freebook und hat sich für mich im Alltag einfach bewährt.

Dieses Mal wollte ich gerne einen Geldbeutel aus Jeans. Ich habe eine Schwangerschaftsjeans von mir upgecycelt – eine Marlene-Hose aus sehr festem, dunklem Denim. Der Schlag mit der Bügelfalte bot genug Material für den Außenstoff.

Als genähmalte Applikation habe ich mich für eine kleine Wimpelkette aus den Innenstoffen entschieden. Ich habe ein wenig getüftelt, damit die Wimpelkette einen Halbkreis über Klappe und Rückseite macht. Das hat gut funktioniert.

Verstärkt habe ich den Außenstoff nach dem Applizieren statt mit Vlies diese Mal mit Decovil. Der Geldbeutel hat so einen richtig festen Griff. Ich habe das Decovil etwas kleiner als den Stoff zugeschnitten und habe knapp außerhalb der Verstärkung genäht. Auch die Ecken sind dadurch sehr schön geworden. Wider Erwarten gab es auch beim Wenden kein Problem.

Statt Kam Snaps, wie beim letzten Exemplar, habe ich dieses Mal ein Steckschloss verwendet. Das schaut einfach edler aus. Und hier sind ein paar Bilder:

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Ab damit zum Creadienstag. Und dann wieder ab an die Nähmaschine ;-)

Liebe Grüße, Sabine

 

 

Streifen drunter und drüber

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Das Nackenkissen aus meiner Nähanfangszeit hat seinen Geist aufgegeben. Nicht ganz freiwillig. Es fiel meinem Kleinmann und einer Freundin zum Opfer. Wie genau es passiert ist, ließ sich nicht rekonstruieren. Genau in der Mitte jedenfalls klaffte ein großer Riss.

Als ich es sah, musste ich lachen. Frei nach dem Motto: Das Universum schickt einem schon, was man braucht, entband mich der Schaden davon, das Teil endlich mal wieder einer Handwäsche zu unterziehen :-D

Also ab in die Tonne damit und was neues genäht. Ich hatte noch einen Rest der sehr groben, schweren, schwarz-weiß-gestreiften Möbelbaumwolle vom Schwedenhaus und pinke Paspel.

Leider stellte sich die Stoffwahl zusammen mit der Paspel beim Schließen der Wendeöffnung als kleine Pest heraus. Filigrane Matratzenstiche sind da nämlich gar nicht möglich, auch der Staffierstich machte das Loch nicht richtig dicht. Also blieb nur, die Öffnung mit der Nähmaschine zu schließen, was leider nicht das schönste Ergebnis ist. Aber vielleicht fällt mir ja noch was besseres ein. Als Laptopunterlage (dafür muss das Kissen nämlich in der Regel herhalten), tut es das Kissen auf alle Fälle.

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So, jetzt wuppe ich mich nachher in mein Faschingsbinenkostüm. Aber erst hole ich noch meinen Captain Hook aus der Kita. Schaut er nicht schmuck aus? Er war so stolz heute früh – und ich gleich mit :-)

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Helau, Narri-Narro und überhaupt,

Eure SaBiene

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Eine Eve ist nicht genug

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Ein frohes neues Jahr euch allen! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingeschlittert – ich bin reingedöst. Kann ich zur Abwechslung auch mal empfehlen ;-)

Heute zum Neujahrsfrühstück mit einer Freundin habe ich zum ersten Mal mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst ausgeführt: Meine neue Eve (Schnittmuster von Aprilkind).

Mir gefiel der Schnitt von Anfang an so gut – klare Linien und trotzdem Raffinesse durch die Kellerfalte und die Origamiecken. Genau mein Ding, genau das richtige für meine Wintertasche. Als Außenstoff habe ich mich für gewachstes, schwarzes Leinen entschieden und innen für pinken Kissing Bird von Jolijou.

Es sind nur drei Schnittteile, dadurch sind die Teile überschaubar. Die Tücke liegt ja immer im Detail – in meinem Fall im etwas widerspenstigen gewachsten Leinen, dessen Falten sich auch durch exzessives Bügeln nicht wirklich glätten ließen. Leinen knittert edel, heißt es ja immer. Gilt wohl auch für Wachsvariante… egal!

Beim Annähen des Gurtbands ist mir dann aufgefallen, dass ich keine passende Hardware mehr hab, um den doppelt gelegten Gurt zusammenzuhalten (wie heißen diese Teile noch gleich? :-D). So entstand die Idee, eine Schlaufe aus Schrägband dafür zu nähen. Mir gefällt es, ist ein extra Hingucker und eine funktionierende Lösung aus der Kategorie: Not macht erfinderisch ;-)

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Meiner Freundin habe ich zu Weihnachten dann auch eine Eve genäht: Aus dem übrig gebliebenen Polsterbezugstoff ihres Sofas (ein recht grob gewebter, aber sehr weicher Stoff, der beim Nähen unglaublich fusselt und in den das Einschlagen der Ösen ein Kapitel für sich war) und gelben Fall Flowers von Jolijou. Ebenfalls mit der Not-macht-erfinderisch-Gurtbandschlaufenlösung :-) und einem passenden Mäppchen dazu.

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…und weil ich den Polsterstoff so schön fand (auch wenn er so arschig zu verarbeiten war), hab ich gleich noch eine für mich gemacht in Blau ;-)

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Kann frau genügend Taschen haben?

Ich freue mich sehr über meine Eves und zeige sie Euch darum gerne bei RUMS und bei TT.

Euch einen guten Start ins neue Jahr,

liebe Grüße, Sabine

Weihnachtsgeschenkenachlese

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Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest! Mein Weihnachten war sehr gemütlich und entspannt. Nach zwei Jahren Pause sind Großmann, Kleinmann und ich mal wieder zu meinen Eltern an den Bodensee gefahren und haben Heiligabend dort gemeinsam mit ihnen, meinem Bruder und meiner Schwägerin (und den Bauchzwergen ;-) ) verbracht. Schee wars!

Hudlhubber Glückskekse machen sich auch als Christbaumschmuck wunderbar:

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Jetzt, wo das Fest endlich vorbei ist, zeige ich Euch mal eine Auswahl der Geschenke, die ich für meine Lieben geklöppelt habe.

Vermutlich hat halb Deutschland Leseknochen zu Weihnachten bekommen – das war bei mir nicht anders. Ich habe drei Exemplare verschenkt, leider habe ich nur von einem Fotos *ups*. Dieser Knochen ist aus einem gold-beigefarbenen Möbelbezugsstoff, den ich mit geplotteten Globen verschönert habe, da die Beschenkte diese sammelt.

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Meinem Bruder habe ich zu Weihnachten einen Wunsch erfüllt: Ich habe seine Patchworkdecke, die er noch zu Schulzeiten genäht hat, gerettet. Sein größter Wunsch war es nämlich schon immer, dass seine Kinder dort mal drauf liegen können. Und da es jetzt bald soweit ist, habe ich ihm diesen Gefallen sehr gerne getan.

Das Teil war durch jahrelange Benutzung sehr brüchig und das Binding total verschlissen. Ich habe die Decke neu eingefasst und die löcherigen Stellen überpatcht sowie einige Nähte mit Zickzack übernäht. Als Stoff habe ich Fly bird fly von Hamburger Liebe verwendet. Für das Binding allein habe ich sieben Meter Schrägband hergestellt, da hätte ich mir mal einen Schrägbandformer gewünscht o_O Einige Stunden Arbeit sind in die Restaurierung der Decke geflossen – aber es hat sich gelohnt. Der Charakter der Decke ist erhalten geblieben, aber wirkt sie wieder frischer – und wird als Krabbeldecke für die Zwillinge sicher noch gute Dienste leisten.

Leider habe ich vergessen, schöne Bilder zu machen, ich hab nur eins vom Auspacken…

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Für die Bauchzwerge gabs natürlich auch ein Geschenk:

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Für einen Bodenseeliebhaber habe ich nach eigenem Schnittmuster ein Kissen in Bodenseeform genäht. Das Teil ist fast einen Meter lang und aus blau-weiß-meliertem Jeansleinen. Ich glaube, ich mache für mich auch so einen…

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So, das war nur eine kleine Auswahl. Auf den Gabentisch kamen auch einige Mützen, Utensilos, eine Gemüsehobelschutzhülle, eine Nadelrolle, ein Haarspangenmäppchen und einiges mehr. Ich zeige demnächst noch etwas ;-)

Jetzt geh ich erstmal beim Creadienstag stöbern.

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, ihr habt ein tolles Silvester und ein wunderbares neues Jahr.

Fröhliche Grüße

von Sabine

Heldenpantoffeln und andere Kleinigkeiten

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Kennt ihr das auch? Kaum ist es Mitte November, wird man vereinnahmt von allen möglichen Kleinigkeiten: Nähen für den Kindergarten-Basar (für eine Bällebad-Rutsche ;) ) Adventskalender für den Kleinmann vorbereiten (noch nicht fertig, aber noch sind ja ein paar Tage Zeit *panik*)… Mein Kleinmann hat zudem im November Geburtstag und so kommt es eben, dass immer irgendwas geboten ist zum Jahresende.

Zwei Kleinigkeiten möchte ich Euch heute beim Creadienstag zeigen, damit mein Blog in dieser geschäftigen Jahreszeit nicht total brach liegt:

Einmal die Schlappen, die ich für meinen Papa zum Geburtstag genäht habe. Er steht nämlich total auf diese Wellness-Latschen, die es immer in den besseren Hotels so gibt. Also hab ich besagte Schlappen als Vorlage genommen und ein eigenes Exemplar genäht – aus weißem Frottee, stabiler Einlage aus Decovil und fester Baumwolle im Holzdesign vom gelben Schweden. Beplottert hab ich die Latschen noch mit Heldenpantoffel :-D Sehr passend :-D

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Die andere Kleinigkeit hängt schon eine Weile in meinem Auto: Ein kleines Mäppchen für Fahrzeugschein und Co. Ich finde es immer wieder schön, wie man sich kleine, hübsche Sachen machen kann, die einem den Alltag bunter machen. <3

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Jetzt muss ich dann langsam in die Weihnachtsgeschenkeproduktion einsteigen. Ideen habe ich schon, jetzt bräuchte ich noch ein wenig mehr Zeit :-D

Bis bald und viele Grüße

von der Bine

Jeans-Upcycling: Maxirock

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Ich habe Euch ja schon erzählt, dass ich eigentlich ein Hosentyp bin, genauer gesagt, ein Jeansmädchen. Ich besitze zwar einige Röcke – und meine Pusteblumenromy kommt bei den heißen Temperaturen auch öfter zum Einsatz – aber so richtig gut fühle ich mich nur in Hosen – oder in bodenlangen Röcken, von denen ich aber auch nur zwei besitze.

Als ich kürzlich bei Pinterest über diese Anregung gestolpert bin, hatte ich gleich eine Vision für eine Jeans, die im Sizilienurlaub RATSCH gemacht hatte und aus deren Beinen ich seither Patches zum Flicken weniger hoffnungsloser, zerrissener Jeans generiere. Alles oberhalb der Taschen war aber noch wunderbar intakt.

Für das Unterteil habe ich einen blau-rot-weiß karierten, kräftigen Baumwollstoff von Riley Blake aus der Serie Stars and Stripes genommen, den ich ursprünglich mal für eine Malina vorgesehen hatte. Aber ich fand ihn wunderbar für das Projekt und in Verbindung mit Jeans sehr passend.

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Ich fühle mich wohl im neuen Rock und bin sicher, er wird in diesem Sommer keine Schrankleiche werden ;-)

Mal sehen, was ihr beim MeMadeMittwoch in dieser Woche so genäht habt. Ich brauche Input für meine neue Ovi. Die ist nämlich endlich da – kam aber leider noch nicht so richtig zum Zug, weil ich mit meiner ISG-Blockade gerade nicht sitzen kann :-( Aber bald…

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Bis bald und liebe Grüße,

Eure Sabine

 

Bunte Resterampe

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Bunte Baumwollreste belagern meinen Nähschrank. Und weil es hier schon langsam Frühling wird, wird es Zeit, mit dem Frühjahrsputz zu beginnen, um Platz für Neues zu schaffen ;-). Drum verdinge ich mich gerade mit Resteverwertung:

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Aus kleineren Streifen sind einige Einkaufwagenchiptäschchen entstanden nach dieser wunderbaren Anleitung von Kinderleicht und Schön. Mein Mann benutzt die kleinen Täschchen übrigens, um seine Plektren (Einzahl Plektrum, so ein dreieckiges Plastikteil, mit dem man Gitarre spielt, für die Nichtmusiker hier ;-) ) immer griffbereit am Schlüsselbund zu transportieren. Vielleicht auch eine Geschenkidee für andere Gitarrenspieler.

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Außerdem sind ein paar Kühlpadtäschchen nach eigenem Maß entstanden. Ich hab die Kühlpads von Müller (13×14 cm) genommen und eine einfache Hülle mit Hotelverschluss genäht. Außen Baumwolle, innen mit einem ganz leichten Vlies verstärkt.

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Ein bisschen aufgeräumter ist es jetzt in meinem Nähschrank – aber es ist immer noch nicht genügend Platz. Mal sehen, was ich noch aus den vielen, schönen, bunten Baumwollresten machen kann. Habt ihr Anregungen für mich?

Ich stöbere mal beim Creadienstag, vielleicht finde ich da ja noch ein paar Ideen.

Fröhliche Grüße von

der Bine